5 Sterne für das Ferienhaus Luise der Familie Delling

Das „Ferienhaus Luise“ in Bad Alexandersbad – ein wichtiger Teil der Ortsgeschichte und gleichzeitig ein weiterer Meilenstein im größten Entwicklungsprozess des kleinsten Bayerischen Heilbades.

Am 19. Juli 2017 wurde das aufwendig renovierte Ferienhaus am Nagelbrunnen mit 5 Sternen (nach Klassifizierung des Deutschen Tourismusverbandes) ausgezeichnet. Der Geschäftsführer der Tourismuszentrale Fichtelgebirge, Ferdinand Reb (auf dem Foto links zu sehen), überreichte die Urkunde an das Ehepaar Brigitte und Hubert Delling (Zweite von links und Erster von rechts) im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier. Gratulanten waren (von rechts) der 1. Bürgermeister der Gemeinde Bad Alexandersbad, Peter Berek, Pfarrerin Heloisa Dalferth, die den kirchlichen Segen für das Ferienhaus spendete, und 2. Bürgermeister Lutz Büttner.

 

 

Das Ehepaar Delling blickt zuversichtlich in die Zukunft, verliert aber nie den Blick auf die Geschichte des Ferienhauses Luise, die in Bad Alexandersbad wohl einzigartig ist.

Das Haus, das damals die Hausnummer 78 trug, wurde von 1934 bis 1937 erbaut und von den Großeltern von Brigitte Delling bewohnt. Bemerkenswert war, dass Rosa und Karl nur zwei Zimmer im Haus bewohnten und die übrigen drei Zimmer ab 1940 an Kurgäste vermieteten. Sie teilten damit nicht nur sprichwörtlich Haus und Hof mit ihren Gästen, sondern auch die Küche und das Bad. Die meisten Kurgäste machten sich damals sogar im Bademantel vom Nagelbrunnen auf den Weg ins Bäderhaus, um dort ihre Kuranwendungen zu genießen.

Im Jahr 1950 zogen die Eltern von Brigitte Delling ins Haus der Großeltern ein, 1954 wurde Brigitte Delling geboren und zog nach 6 Jahren mit ihren Eltern nach Wunsiedel.

Ab 1964 wurden keine Gäste mehr aufgenommen, da die Großeltern aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage dazu waren. 1968 bis 1970 wurde das Haus um ein Badezimmer, ein WC, ein weiteres Schlafzimmer und eine Garage erweitert. Nach dem Tod der Großeltern zogen die Eltern von Brigitte Delling in das Elternhaus nach Bad Alexandersbad zurück, mit dem sie viele Erinnerungen verbanden.

Sie heiratete kurz darauf ihren Mann Hubert Delling, mit dem sie ab Juni 1975 ebenfalls in Wunsiedel wohnte. Doch die Kindheitserinnerungen aus Bad Alexandersbad ließen Brigitte Delling nicht los, sodass sich das Ehepaar 1992 entschied, auf dem gleichen Grundstück am Nagelbrunnen sein eigenes Haus zu bauen. Dadurch hatten die beiden Söhne des Ehepaars Delling ebenso wie ihre Mutter die Möglichkeit, ihre Kindheit im Heilbad zu verleben.

Nach dem Tod der Großeltern waren es dann auch die Söhne, die die Idee äußerten, aus dem Haus „Zum Nagelbrunnen 8“ ein Ferienhaus zu machen. Von 2013 bis 2017 wurde das Haus komplett renoviert. Und das bemerkenswerter Weise ohne öffentliche Fördermittel und mit einem großen Maß an Eigenleistung.

Ein Name war auch schnell gefunden: „Ferienhaus Luise“, benannt nach Königin Luise, die am 13. Juni 1805 Bad Alexandersbad besuchte. Und wie es der Zufall will, lautet der zweite Vorname von Brigitte Delling ebenfalls „Luise“.

Beste Voraussetzungen also, um im kleinsten Heilbad Bayerns Fuß zu fassen und sich aktiv an der Belebung des Tourismus in Bad Alexandersbad zu beteiligen.

Auf einer Wohnfläche von ca. 110 m² finden bis zu 6 Personen bequem Platz und das mit 5 Sternen zertifizierte Haus verfügt über alle erdenklichen Annehmlichkeiten: eine neue Einbauküche mit Geschirrspüler und einer kompletten Geschirrausstattung, eine Waschmaschine, SAT-TV und WLAN, drei gemütlich eingerichtete Schlafzimmer, eine große Dachterrasse mit Grill sowie ein geräumiges Wohnzimmer mit Sitzgruppe.

Weitere Informationen und Bilder des Ferienhauses finden Sie auf der Internetseite der Familie Delling: www.haus-luise-alexandersbad.de

Die Gemeinde Bad Alexandersbad gratuliert noch einmal recht herzlich zur erfolgreichen Renovierung und zur Verleihung der 5*-Klassifizierung. Solche Projekte zeigen, dass Bad Alexandersbad sich auf den Weg macht, an die Blütezeiten des Tourismus in den 70er-Jahren anzuknüpfen und wieder eine Vielzahl an Gästen in das kleinste Heilbad Bayerns zu holen.